Die Kneippanlage der Marktgemeinde Schnaittach
Die Kneippanlage der Marktgemeinde Schnaittach

Kneipp-Anlage in Schnaittach am Henselbühl runderneuert

 

Das Fußbecken der gemeindlichen Kneipp-Anlage in Schnaittach hat über die Jahre sichtbar gelitten; deswegen war eine gründliche Runderneuerung nicht mehr zu umgehen.

Obwohl die Witterung in diesem Frühjahr alles andere als günstig für das Vorhaben war, konnte der anspruchsvolle Zeitplan dank des Einsatzes der Vorsitzenden des Kneipp-Vereins, Maria Weber, und von Reinhold Hopf, der sich organisatorisch um den Zustand der Anlage kümmert, doch geschafft werden.

Das Becken wurde zunächst aufwendig sandgestrahlt und dann sauber verputzt, um es danach mit einem dreifachen Spezialanstrich zu versehen. Parallel dazu erfolgte die Neuanpflanzung mit Rosen und Lavendel zur Straßenseite hin.

Diese Leistungen ortsansässiger Fachfirmen, die mit etwa 8.000 € zu Buche schlagen, übernimmt der Kneipp-Verein Schnaittach im Interesse einer zum Kneippen, Entspannen und Verweilen einladenden Anlage. Zusammen mit dem Armbecken, den im letzten Jahr installierten Ruheliegen, dem Kräutergarten und Barfußweg sowie der Brotzeitgarnitur und mehreren Ruhebänken stellt sie jetzt wieder einen attraktiven Anziehungspunkt  im Ort mit Blick auf den Rothenberg dar. Und gesund ist Kneippen ja auch.

Die laufende Pflege des Beckens und des Umfeldes  wird von der Marktgemeinde übernommen (Fremdfirma).

Rechtzeitig vor dem Beginn der Kneipp-Saison, die traditionell mit dem Geburtstag von Sebastian Kneipp am 17.05. beginnt, wurden noch die Haltegriffe am Einstieg angebracht und das Wasser eingelassen.

Ab sofort ist also die Kneippanlage in Betrieb!

Bild: Sie freuen sich schon auf den Beginn der Kneipp-Saison: Reinhold Hopf (rechts), Maria Weber (3. v. r.) mit Familie und ein paar Neugierige.                          Foto:   Georg Weber                                                                                                  

Weitere Bilder nach der Sanierung und Eröffnung der Kneippsaison 2019:

                                                                                                                                                                Alle Bilder. Reinhold Hopf

Gesamtanlage
Wassertretbecken
Barfußweg
Kräutergarten und Ruhebänke
Fantastischer Blick zum Rothenberg
Kräutergarten mit Beschriftung

Kneipp-Verein Schnaittach ehrt langjährige Mitglieder

Festlicher Herbstabend gut besucht

Traditionell im Spätherbst lädt der Kneipp-Verein zu seinem Herbstabend ein, diesmal in den Pfarrsaal St. Kunigund. In festlichem Rahmen erhalten insbesondere die langjährigen Mitglieder eine besondere Wertschätzung in einem feierlichen Akt. Die große Zahl der Geehrten spricht für einen gut geführten Verein mit breiter Basis. Anwesend waren neben dem 2. Bürgermeister Karlheinz Lang der Altbürgermeister Klaus Hähnlein und die beiden Ehrenmitglieder Horst Saft und Horst Schmidt.

Als Maria Weber, 1. Vorsitzende des Kneipp-Vereins Schnaittach, nach dem reichlichen Abendessen den offiziellen Teil eröffnete, konnte sie dieses Mal auf ein volles Haus blicken, in dem 72 Mitglieder Platz genommen hatten. Nach einer kurzen Erinnerung an die Grundsätze von Sebastian Kneipp unternahm sie eine kleine Rückschau auf mehr als 60 Jahre Vereinsgeschichte und gab einen kursorischen Überblick über die zahlreichen und weitgefächerten Kursangebote des Vereins, die kulturellen Angebote und berichtete von der Kneipp-Anlage auf dem Henselbühl, die in diesem Jahr mit drei Sonnenliegen ausgestattet wurde (die PZ berichtete) und so weiter an Attraktivität gewonnen hat.

Das Grußwort des 2. Bürgermeisters umriss die Freude über den lebendigen, aktiven Verein mit einem intakten Vereinsleben und guten Kontakten zur Gemeinde. Für die Zukunft wünschte er Kontinuität und weiteres Wachstum.

Im Anschluss wurden die langjährigen Mitglieder geehrt. Dies waren Rosalinde und Horst Emmert, Gertrud Schnellbögl und Cindy Weber-Filauer, die von ihrer Tochter Annalina vertreten wurde, für 10 Jahre Mitgliedschaft. 25 Jahre Vereinstreue wurden gewürdigt bei Helga Bräunlein, Christine und Leonhard Bruckner, Hannelore und Rudolf Kohl sowie Lieselotte Wandner. Und schließlich ehrte die 1. Vorsitzende gemeinsam mit ihrer Vertreterin Brigitte Zierof für 40 Jahre Mitgliedschaft Lisa und Erhard Meier, Waltraud Stöckel und Evelyn Unterburger. Den Dank drückten die Vereinsvorstände mit der jeweiligen Ehrennadel des Kneipp-Vereins, einer Urkunde und weiteren Präsenten aus. Weiteren, heute Abend nicht anwesenden Jubilaren werden die Nadeln, Urkunden und Präsente zugesandt.

Im Anschluss dankte Weber den ausgeschiedenen Vorstands- und Mitgliedern mit weiteren Funktionen Karlheinz Lang, Reinhold Hopf, Albert Britting und Siegfried Weinkötz für ihr verdienstvolles Wirken für den Verein und stellt die an ihre jeweilige Stelle getretenen Karin Weber, Vinzenz Reinhard Dorn, Elisabeth Ficht und Werner Zierof vor. Einen bewegenden Dank sprach 2. Vorsitzende Brigitte Zierof der 1. Vorsitzenden Maria Weber aus, und umgekehrt bedankte sich diese bei jener für ihre 30 Jahre währende Übungsleitertätigkeit.

Schließlich konnte zum gemütlichen Teil mit angeregter Unterhaltung und interessiertem Blättern in den Alben mit Bildern aus dem Vereinsleben übergegangen werden.

Vinzenz R. Dorn

als Schriftführer des Kneipp-Vereins

Herbstfahrt nach Bayreuth und Dettelbach

Ein Sommertag im Herbst – bei solchen Bedingungen stand dem Ausflug des Kneipp-Vereins Schnaittach schon einmal unter einem günstigen Stern. Der erste Stopp in der Innenstadt Bayreuths führte in das UNESCO-Weltkulturerbe, das just in frischem Glanz erstrahlt: Das Markgräfliche Opernhaus, nicht zu verwechseln mit dem viel jüngeren Festspielhaus. 270 Jahre alt, prunkt es in üppigem barocken Glanz, ganz wie zu seiner Eröffnung 1748. Raffinierte Perspektiven, die in edlem Blau und Gold gehaltene Ausstattung und das gedämpfte Licht konnten leicht den Eindruck entstehen lassen, sich um fast 300 Jahre zurückversetzt zu fühlen. Auch die Multimedia-Show und die sachkundigen Erläuterungen der Referentin trugen dazu bei, dass den Schnaittachern vor Staunen fast die Augen übergingen.

Eine anschließende Kaffeestunde in der Eremitage – mit kleinem Spaziergang über die Orangerie – war prima geeignet, die überbordenden Eindrücke in der behaglichen Wärme des Samstagnachmittags in Bier- und Kaffeegartengesprächen zu vertiefen. Etliche wandten sich an die Vorstandschaft, doch einmal über einen Konzertbesuch des Vereins in dem Markgräflichen Opernhaus nachzudenken. Der Vorschlag wurde gern aufgegriffen. Da, wie im Vortrag erläutert, im Winter nicht gespielt wird, ist ein solches Unterfangen jedoch frühestens nächstes Jahr zu realisieren.

Die Fahrt nach Dettelbach, dem nächsten Ziel, dauerte zwar gut zwei Stunden; bei dem herrlichen Wetter konnten die Kneippianer jedoch die abwechslungsreiche Landschaft Frankens in den flammenden Farben des Oktobers umso intensiver genießen.

Mit dem beginnenden Abend langte die fröhliche Gruppe dann in Neuses am Berg, das zu Dettelbach gehört, an und ließ sich in einem dortigen Weingut nieder. Diesmal ohne musikalische Untermalung, kam schnell eine gemütliche Weinlaune auf, das deftige Abendessen mundete ebenfalls, und so konnte bei ein paar guten Schoppen des edlen Frankenweins intensiv eine Vielzahl von Themen durchgehechelt, rekapituliert und über manches gewitzelt werden.

Die Heimfahrt wurde gegen 22.00 Uhr entsprechend beschwingt und in bester Laune angetreten.

 

Vinzenz R. Dorn

Schriftführer des Kneipp-Vereins Schnaittach

 

Bild: Die Ausflügler des Kneipp-Vereins vor dem Springbrunnen der Orangerie in Bayreuth

                                                                                                     Foto: Georg Weber

 

Neue Liegebänke und eine Tischgarnitur für die Kneippanlage!

Der Kneippverein Schnaittach hat zum wiederholten Mal an der gemeindeeigenen Kneippanlage investiert und drei Ruheliegen sowie eine Tisch-/Bankgarnitur gespendet. Nach dem Kräutergarten 2011 und dem Barfußweg 2014 ist dies ein weiteres sichtbares Zeichen für die Attraktivität der Kneippanlage, der sich der Verein verpflichtet und verbunden fühlt. Die gesamte Anlage wird von den Bauhof-Mitarbeitern der Geneinde gewartet und gepflegt, die auch die Liegen und Bänke montiert haben.

Anfang Juli war nun die Übergabe der neuen Einrichtungen vom Kneippverein, vertreten durch die Vorsitzende Maria Weber und 2. Vorsitzende Brigitte Zierof, an Bürgermeister Frank Pitterlein als Vertrteter der Marktgemeinde. Pitterlein bedankte sich für die formschönen und bequemen Liegen sowie die Sitzgarnitur und wünschte dem Kneippverein weiterhin viel Erfolg im Bemühen um die Gesunderhaltung der Mitglieder und Kursteilnehmer. Die Anlage steht von Mitte Mai bis in den Herbst hinein jedermann zur Nutzung offen, ein Hinweisschild enthält Informationen zur richtigen kneippschen Anwendung von Armbad und Wassertretbecken.

Die Vorsitzenden Maria Weber und Brigitte Zierof auf den Liegen, hinten links Bürgermeister Frank Pitterlein und Organisator Reinhold Hopf.
Die Liegebänke am Platz "Zur schönen Aussicht" Richtung Rothenberg und Festung!

 

Kneippverein-Tagesfahrt führte Anfang Juni nach Regensburg

Fürstliches Schloß St. Emmeram und historische Altstadt begeistern!

Im voll besetzten Reisebus ging es von Schnaittach direkt zum Schloß von Gloria von Thurn und Taxis, genauer gesagt zu dem der Öffentlichkeit zugänglichen Museumsteil mit Prunk-räumen und Kreuzgang. Am Eingangstor wurden die Kneippianer von 2 sehr kompetenten Führern in Empfang genommen und in zwei Gruppen ging es auf den 1 ½ stündigen Rund-weg. Dabei wurde sehr genau darauf geachtet, dass die Teilnehmer nur auf dem „roten Teppich schritten“, was auch in Ehrfurcht befolgt wurde. Das prachtvolle Marmortreppenhaus führt im Südflügel des Schlosses in die Prunkräume der fürstlichen Residenz. Die gesamte Innenausstattung im Neorenaissancestil ist der römischen Antike nach-empfunden. Die Zeit der großen Feste im Fürstenhaus wird lebendig beim Betreten des Ballsaales, dem „Barocksaal”. In dem 190 qm großen und über sieben Meter hohen Saal wurde die Rokokoausstattung des Frankfurter Palais mit Neorokoko-Elementen zu einer rauschenden Festarchitektur verschmolzen. Ein weiteres Highlight ist der Silbersalon in Schloss St. Emmeram, das als Vorbild das „Blaue Kabinett" in der Amalienburg des Schlosses Nymphenburg hatte. Erbprinzessin Helene von Thurn und Taxis, die Schwester von Kaiserin (Sisi) Elisabeth von Österreich, war für die Gestaltung verantwortlich. Einen Hauch von Exotik, bzw. eher Saunatemperaturen an diesem schwülwarmen Tag, spüren die Besucher im Wintergarten, in dem bildlich Frühling, Sommer und Herbst dargestellt sind. Nach den Prunkräumen ging es hinunter in den Kreuzgang, denn bis 1810 war St. Emmeram eines der bedeutendsten Benediktiner-Klöster in Nordeuropa. Im mittelalterlichen Kreuzgarten wurde  in den Jahren 1835 - 1841 eine Gruftkapelle errichtet. Sie gilt als wichtiges neugotisches Fürstenmausoleum des deutschen Historismus, zuletzt beigesetzt wurde hier Johannes Prinz von Thurn und Taxis, der Gemahl von Gloria, Ende Dezember 1990. Am Ende der Führung wurde das Benediktusportal, eines der schönsten hochgotischen Portale Regensburgs, besichtigt. Seit der Übergabe der Klostergebäude an das Haus Thurn und Taxis im Jahre 1812 betritt die fürstliche Familie die Basilika St. Emmeram durch dieses Portal.

Nach dem Mittagessen im „Bischofshof am Dom“ warteten bereits die Stadtführer, um in 3 Gruppen die historische Altstadt zu erkunden. Altes Rathaus, Steinerne Brücke (wurde am 10. Juni offiziell nach langer Restaurierung wieder eröffnet), vorbei an der Historischen Wurstkuchl zum Salzstadel und Goliathhaus, Porta Praetoria und schließlich der Dom St. Peter waren nur einige der Stationen der Stadtführung, an deren Ende es wie aus Kübeln schüttete, so dass die Teilnehmer gerne das Innere des Doms zum Abschluß besuchten. Die freie Zeit verbrachten die meisten in den umliegenden Cafes bei einem Cappuccino oder Aperitif, bevor es vom Omnibus-terminal weiter ging nach Berngau bei Neumarkt. Im „Berngauer Hof“ wartete bereits das vorbestellte Abendessen, das allen sehr mundete, dazu gab es ein Glas Pyraser oder Wein. Die Gespräche an den Tischen ließen den Tag Revue passieren und die Zeit bis zur Heimfahrt verging wie im Flug, manche wollten gar eine Verlängerung. So wird auch diese Tagesfahrt als eine besonders gelungene Veranstaltung in der langen Reihe der traditionellen Kneippfahrten eingehen.

 

Das Bild zeigt eine Gruppe bei der Stadtbesichtigung vor der Steinernen Brücke.                                                                          Text und Bild: Reinhold Hopf.

Jetzt folgen Bilder vom Schloß St. Emmeram, Stadtführung mit Steinerne Brücke, Historische Wurstkuchl und Dom St. Peter.

Herbstabend mit Ehrungen

Gunda Schlupeck seit 50 Jahren Mitglied!

 

Die 1. Vorsitzende des Kneippverein Schnaittach, Maria Weber, konnte beim traditionellen Herbstabend im schön geschmückten Nebenraum der Badgaststätte rund 60 Mitglieder

begrüßen, darunter 2. Bürgermeister Lang und Alt-Bürgermeister Brandmüller sowie die Ehrenmitglieder Horst Saft und Horst Schmidt. Bei den Ehrungen der Jubilare wurde

Frau Gunda Schlupeck mit 50-jähriger Mitgliedschaft  besonders hervorgehoben.

In ihrer Rede stellte Maria Weber mit Freude heraus, dass der Verein weiterhin gut aufgestellt ist.

Sie  erinnerte daran, dass im Kneippverein von Anfang an die Bewegung im Mittelpunkt stand

und steht. Gymnastik- und Yogakurse wurden und werden angeboten und haben auch viele

der heutigen Jubilare zum Kneippverein gebracht. Weiter erwähnte sie den neu gestalteten

Barfußweg sowie den Kräutergarten an der Kneippanlage am Henselbühl als Ort der Bewegung

in den Sommermonaten. Als neue Investition wird der Kneippverein 3 Liegebänke und eine

Tischgarnitur anbringen lassen.

Im Namen der Marktverwaltung und des Marktrates bedankte sich 2. Bürgermeister Karlheinz Lang

beim Kneippverein für dessen Engagement für die Mitglieder und die gesamte Schnaittacher

Bevölkerung und darüber hinaus, ebenso für die Pflege und die Erweiterung der Kneippanlage.

Seiner Meinung nach ist der Kneippverein der aktivste Verein in Schnaittach im Rahmen der Gesundheitsprävention.

Bei den anschließenden Ehrungen wurden folgende Mitglieder für 10 Jahre geehrt: Hermann

Schwarz. Für 25 Jahre Treue zum Verein wurden geehrt: Margot Beck, Christa und Georg Schrödl,

Berta und Harald Beyer sowie Petra und Fritz Weber. Als Dank und Anerkennung wurde die

bronzene bzw. silberne Ehrennadel, eine Urkunde, Blumen sowie der Kneippkalender 2018

überreicht. Eine besondere Ehrung erfuhr anschließend Frau Gunda Schlupeck für 50 Jahre

Zugehörigkeit zum Kneippverein, ausgezeichnet, mit goldener Ehrennadel, Urkunde, Blumen

und einem Geschenkkorb. Frau Weber erinnerte an die Anfänge des Kneippvereins als

Hans Schlupeck über 20 Jahre als Gymnastikleiter und lange Jahre als 2. Vorstand tätig war.

Zum Schluß dankte die 1. Vorsitzende ihrem gesamten Vorstandsteam für die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres.  

Anschließend wurde an allen Tischen noch lebhaft über aktuelle Themen diskutiert oder man

dachte an vergangene schöne Erlebnisse beim Kneippverein, die durch Bilder in den ausgelegten

Alben wieder ins Gedächtnis rückten.

Das Bild zeigt die geehrten Jubilare mit 1. Vorsitzenden Maria Weber (links), 2. Vorsitzenden

Brigitte Zierof (rechts), daneben 2. Bürgermeister Karlheinz Lang und Gunda Schlupeck

(6. Von rechts).

 

Mit dem Kneippverein Schnaittach in Heidelberg

 „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren…“, das wird nach dieser 2-Tagesfahrt wohl kaum jemand behaupten wollen, aber die Stadt am Neckar (erstmals urkundlich erwähnt 1196 als „Ort am Fuß einer Burg“) hat schon einen eigenen, bewundernswerten Charme! Da haben auch die paar Regentropfen bei der Schlossbesichtigung oder in der Altstadt der Freude nichts nehmen können. Zunächst ging es mit der Bergbahn hoch zum Schloss, wo in 2 Gruppen mit sehr kompetenten Führern die Außenanlagen und das große Weinfass besichtigt wurden. Von oben hat man einen schönen Blick auf den Neckar und die Alte Brücke. Wieder unten angekommen gab es das Mittagessen im „Güldenen Schaf“, bevor die Führer uns wieder zur Altstadtbesichtigung abholten. Heiliggeistkirche, Jesuitenkirche und die kath. Stadtkirche führen die Liste der Sakralbauten an, die dank nur geringer Kriegsschäden in ihrer ursprünglichen Bauform erhalten blieben. Die Universitätsbibliothek und das Geburtshaus vom 1. Reichspräsidenten Friedrich Ebert, sowie weitere Gebäude entlang der Hauptstraße wurden besichtigt. Das Abendessen im historischen Studentenlokal „Zum roten Ochsen“ mit typischen Gerichten (Saumagen) beschloss den 1. Tag. Am nächsten Morgen bei Sonnenschein ging es auf den Philosophenweg mit herrlichem Ausblick auf den Neckar, die Altstadt und darüber das Schloss. Der Rückweg führte über die Alte Brücke, wo das Gruppenbild entstand. Am Nachmittag stand die Neckarrundfahrt mit einem Solarschiff auf dem Programm. Durch die Alte Brücke bis zur Schleuße und zurück, vorbei an sehr noblen Villen auf der rechten Neckarseite und Bürogebäuden sowie der Universität auf der Altstadtseite war die Rundfahrt bei Kaffee und Kuchen ein guter Abschluss in Heidelberg, bevor es mit dem Bus wieder Richtung Schnaittach ging. 

 

                         

 

Kneippverein auf Kaiser Karl IV.-Wegen in Pilsen (6/2016)

Zwei ereignisreiche Tage liegen hinter der Reisegruppe, die an einem Freitag und Samstag Anfang Juni die europäische Kulturhauptstadt Pilsen besuchte. Los ging es mit einer Stadtrundfahrt und Spaziergang auf dem zentrumsnahen Parkanlagenring, eine Allee mit hohen Bäumen, Blumenbeeten und Brunnen, die sich wie eine Halskette um die Altstadt legt. Nach dem Mittagessen im urigen Wirtshaus „U SVEJKA“ ging es in 2 Gruppen am zentralen Platz der Republik (einem der größten Stadtplätze Europas!) zu den 3 modernen Brunnen nach einem Entwurf von Ondrej Cisler. In Becken aus schwarzem chinesischem Granit fällt Wasser aus vergoldeten Speiern, die einen Engel, eine Windhündin und ein Kamel – Motive aus dem Pilsner Stadtwappen – symbolisieren. Der weitere Weg führte vorbei am Franziskaner-Kloster zur Alten und Großen Synagoge, der zweitgrößten Europas. Sie wurde von März 1891 bis August 1893 im maurisch-romanischen Stil erbaut und am 7.9.1893 feierlich eröffnet. Sie hat 2 Kriege und die kommunistische Willkür überstanden, war aber dem Verfall preisgegeben. Die Bemühungen der jüdischen Gemeinde um die Rettung dieses Denkmals haben in den Jahren 1994 – 1998 (wo sie zum Teil saniert wurde) ihren Höhepunkt erreicht, ehe sie am jüdischen Feiertag „Tu Bischwat“ (11.02.1998) feierlich wiedereröffnet wurde. Zur Zeit dient sie ihrem ursprünglichen Zweck, gleichzeitig wird sie als Ausstellungs- und Konzertsaal genutzt.  

Nächste wichtige Station war die Bartholomäus-Kathedrale, ein echtes Wahrzeichen Pilsens, deren Bau zeitgleich mit der Stadtgründung um 1295 begonnen und Ende des 16. Jh.  beendet wurde. Die Kirche ist nationales Kulturdenkmal, ebenso wie die Plänerstatue auf dem Hauptaltar, bekannt als Pilsener Madonna. Die Statue repräsentiert den sogenannten „Schönen Stil“ innerhalb der Stilepoche der Gotik. Die dreischiffige Hallenkirche rühmt sich des höchsten Kirchturms in der Tschechischen Republik (102,6 m) und von ihrem Wandel-gang aus haben einige Teilnehmer den Blick auf die gesamte Stadt und ihre Umgebung aus 60 Meter Höhe genossen. Im Jahr 1993 errichtete Papst Johannes Paul II. in Pilsen einen Bischofssitz und die Kirche wurde zur Kathedrale. Das Abendessen nahm die Gruppe im berühmten Brauereikeller „Na SPILCE“ ein.  

Am Samstagvormittag stand - quasi als Höhepunkt der Fahrt - die Besichtigung der weltbe- rühmten Pilsner Urquell-Brauerei an, die größte Brauerei in der Tschechischen Republik. Bier wird in Pilsen beinahe seit dessen Gründung gebraut. Plzenský Prazdroj (wie sie tschechisch heißt) wurde mit vereinten Kräften von brauberechtigten Stadtbürgern im Jahr 1842 gegründet und erbaut. Im damaligen Bürgerlichen Brauhaus wurde 1842 der erste Sud untergärigen Lagerbiers gebraut, das danach die ganze Welt unter dem Namen Pilsner Urquell eroberte. Die Brauerei ist heute ein bedeutender Hersteller und Exporteur tschechischen Biers und exportiert Pilsner Urquell in mehr als 50 Länder. Sie ist einer der von Touristen meistbesuchten Orte in der Stadt, über 250 Tausend Besucher aus der ganzen Welt passieren jährlich die Besichtigungstrassen. Auf langen Gängen und in Kellergewölben führt der Weg die Besucher durch eine interaktive Ausstellung für die Sinne, die Geschichte und den modernen Betrieb der derzeitigen Produktionslinien. Die Besichtigung beenden die Teilnehmer in den Brauereikellern mit einer Kostprobe des nichtfiltrierten Pilsners 12°. Danach war ein kräftiges Mittagessen im stilvollen Restaurant „NA PARKANU“ genau das passende. Vor der Rückfahrt war noch Zeit zur freien Verfügung, was einige zum Bummeln oder einer Einkehr in einem der zahlreichen kleinen Cafes nutzten. Mit vielen neuen Eindrücken kehrte die Gruppe am frühen Abend über die A6 nach Schnaittach zurück.

Jubiläum 60 Jahre Kneipp-Verein Schnaittach! (11/2015)
Der Badsaal war gut besetzt, als die 1. Vorsitzende des Kneippvereins Schnaittach, Maria Weber, sowohl Kneipp-Prominenz als auch Kommunalpolitiker, Kneipp-Ehrenmitglieder, Funktionäre sowie alle Anwesenden herzlich willkommen hieß. Ein 60-jähriges Vereinsjubiläum, noch dazu bei einem so aufstrebenden und intakten Verein wie dem Kneippverein, ist Anlass genug, der Einladung zu folgen.

Zu Beginn konnten die jüngsten Kursteilnehmer aus dem „Musikgarten Eltern/Kind“ Ihr Können zeigen. Bei Gitarrenklang zogen sie mit einer Begleitperson unter Leitung von Christina Mahlein in den Saal ein und bildeten vor der Bühne einen Kreis. Dann wurden diverse Rassel- und Klanginstrumente verteilt, um damit im Kreis zu tanzen und verschiedene Kinderreime zu singen. Am Ende gab es neben viel Applaus für jedes Kind ein Geschenk und die fröhliche Schar verabschiedete sich.
Maria Weber begrüßte anschließend die 1. Vorsitzende des Landesverbandes Bayern und Vize-Präsidentin im Kneipp-Bund, Frau Ingeborg Pongratz. Weiter begrüßte sie besonders die Regional-vorsitzende, Frau Eusemann, Herrn 1. Bürgermeister Pitterlein sowie die Alt-Bürgermeister Brandmüller und Hähnlein. Bevor Frau Weber mit dem Rückblick auf die 60 Jahre Kneippverein begann, spielte das Blockflöten-Ensemble „Tanto Quanto“ aus Nürnberg das Stück „Il est bel et bon“, Chanson von Passereau. Der Kneippverein Schnaittach wurde am 8. März 1955 von Horst Wicke zusammen mit 15 weiteren Mitgliedern gegründet. Einziges lebendes Gründungsmitglied ist Frau Bertha Gößwein, heute Ehrenmitglied des Vereins. Horst Wicke, vielen noch bekannt als Inhaber der „Jumbo-Drogerie“ am Marktplatz, war über 35 Jahre bis 1990 Vorsitzender des Vereins. Wichtigste Aufgabe in diesen Jahren war es, Mitglieder und die Bevölkerung über eine bewußte Lebensweise aufzuklären und mit der Kneipp-Lehre vertraut zu machen. In die Vereinsführung Wickes fiel auch der Bau und 1980 im Jubiläumsjahr die Einweihung der gemeindeeigenen Kneippanlage, die bis heute vom Kneippverein unterhalten und durch Investitionen wie dem Kräutergarten oder dem Barfußweg verschönert wird. 1990 gab Wicke das Amt aus Altersgründen ab und Werner Eymold wurde 1. Vorsitzender. In dessen 12- jähriger Amtszeit nahm die Mitgliederzahl deutlich zu, vor allem durch weitere Kursangebote für Yoga und Gymnastik sowie durch mehr Geselligkeit im Vereinsleben. Seit 2002 wird der Verein nun von Maria Weber geführt. Das Kursangebot wurde noch erweitert und die Mitgliederzahl stieg auf 366 Personen, darunter auch einige Kinder und Jugendliche. Maria Weber bedankte sich abschließend bei allen, die über die Jahre durch ihr großes Engagement den Verein zu dem gemacht haben, was er heute ist.
Den sportlichen Rückblick gab anschließend 2. Vorsitzende, Brigitte Zierof: Nach der Vereinsgründung durch Horst Wicke wurde das Vermächtnis Sebastian Kneipps umgesetzt, indem man Gesundheits-vorträge abhielt und zu Gesundheitsreisen einlud. Bereits 2 Jahre danach starteten die Gymnastikkurse, 1977 wurde erstmals ein Yogakurs angeboten, beide wurden über alle Jahre gut besucht. Das Jahr 2010 brachte neuen Schwung, das bestehende Yoga- und Gymnastik- Programm wurde erweitert durch Progressive Muskelentspannung, Orientalischen Tanz für Frauen, Nordic Walking und Qi Gong. Das Interesse an Yoga und auch Gymnastik mit Pilates-Übungen nahm in den letzten Jahren weiter zu und der Verein reagierte durch personelle Verstärkungen und Erweiterungen der Kursangebote. Unbedingt herausheben wollte Frau Zierof noch, dass der Kneippverein sage und schreibe jede Woche, also von Montag bis Freitag, über 400 Kursteilnehmer „bewegt“. Dies kann nur gelingen mit gut ausgebildeten und mit zuverlässigen Kursleiterinnen und Kursleitern! Ein herzliches Dankeschön und ein „weiter so“, galt abschließend diesem Personenkreis.
2. Vorsitzende Brigitte Zierof "bewegt" den Saal.
Frau Pongratz begann ihre Rede mit: „Es ist mir eine ganz besondere Freude, dass ich heute anlässlich dem 60-jährigen Jubiläum des Kneipp-Vereins Schnaittach dabei sein und die Festrede halten darf“.
Zusammenfassend führte sie weiter wie folgt aus und begann mit einem Zitat von Seb. Kneipp: „Gesund bleiben und lang leben will jedermann, aber die wenigsten tun etwas dafür. Wenn die Menschen nur halb so viel Sorgfalt darauf verwenden würden, sich richtig zu ernähren und gesund zu bleiben, wie sie heute darauf verwenden, krank zu werden, bliebe ihnen die Hälfte ihrer Krankheiten erspart.“
Ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur ist das Ziel der Kneipp-Bewegung. Aus der ursprünglichen Wasser- und Kräuter-heilkunde von Sebastian Kneipp (1821 – 1897) hat sich ein anerkanntes Naturheilverfahren und Präventionskonzept entwickelt, das auf den fünf Elementen Wasser, Bewegung, Heilpflanzen, Ernährung und Lebensordnung basiert. Kneipps Lehre zu verbreiten und zur Gesundheit möglichst vieler Menschen beizutragen, ist unser Auftrag. Sebastian Kneipp lag immer das Wohl aller Menschen am Herzen, egal ob arm oder reich. Er betrachtete immer den ganzen Menschen, nicht nur die aktuelle Erkrankung und bezog in seinen Rat immer Körper, Geist und Seele ein. Er erkannte bereits damals so manches Grundübel unserer Gesellschaft und genau betrachtet, trifft dies auch auf unsere Zeit heute zu.
Während sich in der modernen Medizin Vorsorgemaßnahmen und Therapien oft recht schnell verändern, bleibt die Lehre von Pfarrer Sebastian Kneipp seit Mitte des 19. Jahrhunderts bestehen, seit nunmehr 150 Jahren. Gesundheitsvorsorge nach den kneippschen Wirkprinzipien hat an Bedeutung für die Gegenwart nichts eingebüßt - sie ist aktuell und damit "jung" geblieben.
Frau Pongratz beendete die Festrede mit Dankes-Worten: 60 Jahre Kneipp-Verein Schnaittach waren und sind nur mit großem ehrenamtlichem Engagement möglich. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle im Kneipp-Verein Schnaittach Ehrenamtlichen für die viele Zeit, Kraft und Energie die sie eingebracht haben und einbringen. Ich wünsche dem Kneipp-Verein Schnaittach und seinen Mitgliedern von Herzen ein stetig weiteres Wachsen in seinen Aufgaben und Ihnen Allen Gesundheit, Wohlergeben, ein zufriedenes Lebensgefühl. Herzlichen Glückwunsch zum 60-jährigen Jubiläum!
Höhepunkt der Ehrungen in diesem Jahr war die Auszeichnung von Maria Weber durch die 1. Vorsitzende im Kneipp-LV Bayern, Frau Pongratz. Sie übergab an Frau Weber das „Verbandsabzeichen in Gold“ mit Urkunde für „Besondere Anerkennung für hervorragende Verdienste und Förderung der Gesundheit nach der Kneipp-Lehre“. Diese Auszeichnung ist verbunden mit je einem Gutschein über 100 € vom Kneipp-Bund und vom Landesverband.

Auf Goethes Spuren in Weimar (6/2015)

Zwei ereignisreiche Tage liegen hinter der Reisegruppe, die an einem Freitag und Samstag Mitte Juni Weimar und Buchenwald besuchte. Los ging es mit einer Führung durch das bedeutendste Kirchengebäude Weimars, die Stadtkirche St. Peter und Paul mit dem dreiflügeligen Cranach-Altar. Dieser Altar zählt zu den Hauptwerken der sächsisch-thüringischen Kunst des 16. Jahrhunderts, ein Hauptzeugnis der Ideenwelt der Reformationszeit. Er erzählt und verknüpft Geschichten des Alten und des Neuen Testaments und gilt als eine Zusammenfassung der Lehre Martin Luthers.
Am Nachmittag stand zunächst die Anna Amalia Bibliothek mit dem weltberühmten Rokokosaal auf dem Programm. Rund eine Million Druckschriften sind dort aufbewahrt, zu den Kostbar-keiten zählt ein karolingisches Evangeliar aus dem 9. Jh. Weiter ging es nach Buchenwald zur freien Besichtigung der KZ-Gedenkstätte, für viele ein bewegender Rundgang. Ein gemütlicher Abend im Brauereigasthof Felsenkeller beendete den 1. Tag.
Am Samstagvormittag folgte eine 2 ½-stündige, sehr interessante Stadtführung, beginnend am Rathaus, Lucas-Cranach-Haus, Ilmpark mit Blick zu Goethes Gartenhaus, Bauhaus-Universität, Historischer Friedhof, vorbei an Goethes Wohnhaus mit Goethe-Nationalmuseum, durch die Schillerstraße zum Theaterplatz mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar, davor das berühmte Goethe-Schiller-Denkmal. Natürlich wurde hier das obligatorische Gruppenfoto aufgenommen.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, was viele zu einem Besuch von Goethes Wohnhaus und der Lucas-Cranach-Ausstellung nutzten. In Goethes Wohnhaus wurde versucht, alle Einrichtungsgegenstände so an Ort und Stelle zu belassen, wie zu Lebzeiten Goethes. Mit Audioguide wird dem Besucher das Leben und Wirken Goethes in den einzelnen Räumen näher gebracht. Im Mittelpunkt der Cranach-Ausstellung stehen die eigenen reichen Bestände an Gemälden, Graphik, Buchkunst, sowie der in seiner Bedeutung einzigartige Flügelaltar in der Kirche St. Peter und Paul. Ausgehend von den Motiven und den Aussagen dieses zentralen Bildwerks der Reformation werden in vier großen Kapiteln besondere Aspekte des herausragenden Weimarer Bestandes an Cranach-Werken intensiv untersucht.
Abschließend konnte in einem der vielen und guten Straßencafes bei einem Cappuccino oder Eiskaffee regeneriert werden, bevor es um 17 Uhr wieder Richtung Schnaittach ging.
Ankneippen am Henselbühl
Mit dem Ankneippen am Samstag, 30.05.2015, wurde die Saison an der Kneippanlage am Henselbühl offiziell eröffnet. Rund 40 Mitglieder konnten 1.Vorsitzende Maria Weber und 2. Bürgermeister Karlheinz Lang, zugleich Schatzmeister des Vereins, trotz unsicherer Wetterlage begrüßen.
Das Motto für die ca. 600 Kneippvereine in ganz Deutschland lautet in diesem Jahr: „Anwendungen sind Zuwendungen!“ Das, so Frau Weber, praktizieren wir sowohl in unseren Kursen als auch bei weiteren Aktivitäten des Kneippvereins. In ihrer kurzen Rede erwähnte sie den entsprechenden Beitrag im Kneipp-Journal und ging auf die 5 Kneippelemente ein: Wasser (Kneippanlage), Bewegung (Kurse, Barfußweg), Heilpflanzen (Kräutergarten), Ernährung (Vorträge) und Lebensordnung (Balance halten in allen Lebensbereichen).
Karlheinz Lang begrüßte die Gäste offiziell als 2. Bgm. und richtete auch Grüße von Bürgermeister Frank Pitterlein aus, der verhindert war. Herr Lang sprach angesichts der schönen Kneippanlage vom - in seinen Augen - bestgepflegten Ort in ganz Schnaittach. Da hat er wohl nicht ganz Unrecht, denn in diesem Moment schien auch noch die Sonne übern Henselbühl.
Unter Anweisung von Horst Schmidt haben danach einige das Armbad erkundet und Herr Düll als Neumitglied sogar das Wassertreten probiert und mit anderen zusammen den neuen Barfußweg ertastet.
Der Nachmittag hat allen Besuchern bei Kaffee und Küchle oder Brezen und Bier bzw. Prosecco sehr gut gefallen. Die gemeindliche Kneippanlage ist täglich geöffnet und für Jedermann zugänglich. Über die richtige Anwendung der verschiedenen Kneipp-Möglichkeiten wird vor Ort informiert.
Die Bilder zeigen die Besucher mit Maria Weber und Karlheinz Lang sowie eine Gruppe beim Armbad mit Horst Schmidt.

Herbstabend mit Ehrungen (11/2014)

Das Bild zeigt die geehrten Jubilare mit 1. Vorsitzenden Maria Weber (rechts), 2. Vorsitzende Brigitte Zierof (links) und Schatzmeister Karlheinz Lang (Mitte hinten). Bild und Text: Reinhold Hopf.
Der Kneippverein Schnaittach ehrt Mitglieder für langjährige Treue zum Verein.
Die 1. Vorsitzende des Kneippverein Schnaittach konnte bei dem traditionellen Herbstabend im Gasthof Kampfer wieder viele Mitglieder begrüßen, die den schön geschmückten Saal bis auf den letzten Platz füllten. Neben den Ehrungen der Jubilare stand der Gedankenaustausch im Vordergrund.
Frau Weber begrüßte insbesondere Vereinsmitglieder, die für 10- und 25-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden, dazu Ehrenmitglied Herrn Horst Saft sowie 2. Bürgermeister Karlheinz Lang mit Gattin. Ein besonderer Gruß galt dem ältesten Vereinsmitglied, Frau Anna Freisleben kann auf stolze 98 Lebensjahre zurückblicken.
In ihrer Rede stellte die 1.Vorsitzende mit Freude heraus, dass der Verein schon wieder gewachsen ist. Der Kneippverein Schnaittach besteht seit 59 Jahren und hat aktuell 379 Mitglieder (vor einem Jahr waren es noch 348). Sie erinnerte daran, dass im Kneippverein von Anfang an die Bewegung im Mittelpunkt stand und steht. Gymnastik- und Yogakurse wurden angeboten und haben auch viele der heutigen Jubilare zum Kneippverein gebracht. Inzwischen nehmen in 9 verschiedenen Kursen wöchentlich 284(!) Personen an den Übungsstunden teil. Mit dem Dank an die gesamte Vorstandschaft für die geleistete Arbeit schließt Frau Weber und bittet 2. Bürgermeister Karlheinz Lang um seine Grußworte.
Karlheinz Lang, selbst Kneippmitglied und Schatzmeister, entschuldigt zunächst 1. Bürgermeister Pitterlein, der zeitgleich eine andere Verpflichtung hat. Im Namen der Marktverwaltung und des Marktrates bedankt er sich beim Kneippverein für dessen Engagement für die Schnaittacher Bevölkerung und darüberhinaus, ebenso für die Pflege und die Erweiterung der Kneippanlage.
Anschließend beglückwünschte er die Jubilare für deren jahrzehntelange Mitgliedschaft, der Vorstandschaft und dem gesamten Verein wünschte er viel Erfolg für die Zukunft.
Bei den anschließenden Ehrungen wurden folgende Mitglieder für 10 Jahre geehrt: Christoph und Margitta Borgens, Wolfgang und Marianne Hampel, Elisabeth Buchner, Irene Lenhart, Anni Schwarz und Josef Söllner. Für 25 Jahre Treue zum Verein wurden geehrt: Albert und Renate Britting, Othmar und Rosemarie Kohlmann, Dr. Gisbert und Irmgard Ultes sowie Barbara Pirner. Als Dank und Anerkennung wurde die bronzene bzw. silberne Ehrennadel, eine Urkunde, Blumen bzw. eine Flasche Wein sowie der Kneippkalender 2015 überreicht. Alle nicht anwesenden Jubilare erhalten Urkunde und Nadel zugestellt. Eine besondere Ehrung wurde Wolfgang Sommerer zuteil, der im Frühjahr nach 4 Jahren als Schatzmeister nicht mehr antrat. Frau Weber dankte ihm für die hervorragende Arbeit, für seine moderne Kassenführung mit IT-Technik, für die Umstellung auf SEPA und insgesamt für die gute Zusammenarbeit. Er erhielt dafür einen großen Präsentkorb. Danach wandte sich 2. Vorsitzende Brigitte Zierof in einer kurzen Rede direkt an Maria Weber. Den Kalender 2015 mit dem Titel „Kluge Frauen, die die Welt bewegen“ hat sie als Anlass genommen, Maria Weber für deren Arbeit zu danken. Auch als 1. Vorsitzende bewegt sie was im Verein und wöchentlich bewegen sich rund 280 Personen in den Übungsstunden. Brigitte Zierof überreichte ihr den Kalender und einen Blumenstrauß als Dank der gesamten Vorstandschaft.
Anschließend wurde der Chef des Hauses, Josef Kampfer, mit seinem Team gebeten, kurz zu kommen. Maria Weber bedankt sich bei ihm für die jahrzehntelange gute Bewirtung bei allen Veranstaltungen des Kneippvereins. Durch die bevorstehende Schließung war dies der letzte Herbstabend in dem schönen Ambiente. Auch dem Team dankte sie für die immer aufmerksame Bedienung und übereichte allen ein kleines Präsent.
Qi Gong an der Kneippanlage war ein voller Erfolg!
Trotz leichten Regenschauern haben sich Ende Juli 2014 bereits 14 Personen und Anfang August bei herrlichem Spätsommerwetter fast 50 (!) Teilnehmer, darunter mehrere Kinder, an der Kneippanlage eingefunden, um mit Frau Hannelore Frühm die vom Kneippverein angebotenen, kostenlosen Qi Gong-Stunden mitzumachen.
Mit langsamen und achtsam ausgeführten Lockerungsübungen konnten alle ihren gesamten Körper bewusst wahrnehmen.
Wichtig war Frau Frühm, den Begriff „Qi“ zu erklären: „Wenn das Qi – die Lebensenergie und Vitalität – ungehindert durch den Körper fließen kann, befinden sich Körper, Geist und Seele in Harmonie und der Mensch fühlt sich wohl.“
Eine erfrischende, belebende Übung „Der kleine Tiger“ ließ selbst die Erwachsenen wieder in die Rolle eines Kindes schlüpfen, vor allem aber befreit diese Übung vom Alltagsstress, stärkt das Immunsystem und kräftig die Lunge.
Besonderen Wert legte Frau Frühm anschließend auf die Übung „Ein Mönch wollte spazieren gehen“. Dabei wird mit langsamen, bedachten Schritten und Bewegungen bei voller Konzentration auf den Zyklus am Ende der gesamte Kosmos mit eingeschlossen.
Weitere Übungen für Qi Gong-Anfänger folgten. Alle gingen an beiden Tagen begeistert mit und einige wollen auch die Qi Gong-Stunden im Wintersemester belegen.
Am Ende bedankten sich die Gruppen mit heftigem Beifall für die einfühlsame Stunde und nutzten anschließend noch das Wassertretbecken und den neuen Barfußweg.
Neue Attraktion an der Kneippanlage in Schnaittach

Barfußweg feierlich eingeweiht (5/2014)

Pfarrerin Römischer und Pfarrer Eisend bei den Weihegebeten mit rund

70 Gästen.

Auf dem Barfußweg von links: Frau Eusemann Regionalvorsitzende,

1. Vorsitzende Frau Weber, Bürgermeister a. D. Brandmüller und

2. Bürgermeister Lang sowie weitere Kneippmitglieder im Hintergrund.

Der Kneippverein Schnaittach hat Ende Mai bei herrlichem Wetter den neuen Barfußweg seiner Bestimmung übergeben. Die Anlage am Henselbühl verfügt neben dem Arm- und Fußbecken sowie einem Kräutergarten jetzt auch über einen insgesamt 52 m langen Fußparcour, aufgeteilt in 9 verschiedene Felder. Angefangen von einer sogenannten Fallschutzmatte aus Gummigranulat, über Kieselsteine verschiedener Körnung, Holzpflaster, Rundhölzer, Hackschnitzel bis Kunstrasen können verschiedene Materialien mit den Füssen ertastet werden.
1. Vorsitzende Maria Weber konnte über 70 Gäste begrüßen, darunter viele Kneipp-mitglieder. Ein besonderer Gruß galt den beiden Ortsgeistlichen, Frau Pfarrerin Römischer und Herrn Pfarrer Eisend, 2. Bürgermeister Karlheinz Lang, Bürgermeister a. D. Georg Brandmüller sowie der Kneipp-Regionalvorsitzenden für Franken und Oberpfalz, Frau Elfriede Eusemann.
Frau Weber konnte sichtlich stolz berichten, dass der Kneippverein an der gemeindeeigenen Anlage nach dem Kräutergarten und einer Linde zur 1000-Jahrfeier 2011 jetzt wieder investiert hat und nun dieser schöne Barfußweg eingeweiht werden kann. Durch diese Investition von rund 7.500 € erhofft sich der Verein eine weitere Attraktion für die Schnaittacher Bürger, für Kindergärten und Schulen sowie Feriengäste. Weiter erinnerte sie an das kneippsche Gesundheitskonzept, das im harmonischen Zusammenspiel der 5 Elemente besteht: Wasser – Bewegung – Ernährung – Heilpflanzen und Lebensordnung. Der Barfußweg reiht sich auch unter diesem Aspekt sinnvoll ein in die bereits bestehenden Stationen der Kneippanlage.
In Vertretung von Bürgermeister Pitterlein, der zeitgleich am Landkreislauf teilnahm, sprach 2. Bürgermeister Lang die Grußworte der Marktgemeinde. Er bedankte sich im Namen der Gemeinde für das Engagement des Vereins, der ja bereits seit den 1980-er Jahren diese schöne Anlage am Henselbühl betreibt. Durch die angesprochenen Investitionen in den letzten 4 Jahren und mit der heutigen Einweihung des Barfußweges konnte eine gelungene Vollendung erfolgen. Beim Vorstand bedankte er sich für die Planung und Finanzierung des Weges sowie für die Vorbereitung und Durchführung der Feier.
Weitere Grußworte sprach Frau Elfriede Eusemann für den Kneippregional-verband. Sie wünschte dem Kneippverein vor allem viele Kneippmitglieder und Gäste an der schönen Anlage und freute sich insbesondere über den gelungenen Barfußweg. Glückwünsche übermittelte sie auch von der Landesvorsitzenden Frau Pongratz.
Anschließend folgte die Einweihung und Segnung des neuen Barfußweges durch die beiden Geistlichen. Pfarrer Eisend beglückwünschte den Kneippverein zu dieser gesamten Anlage und sprach davon, dass hier auch in gewisser Weise eine Form von Seelsorge am Nächsten betrieben wird. Er stimmte das Lied an „Lobe den Herren“ und alle sangen kräftig mit.
Frau Pfarrerin Römischer ging in ihren Ausführungen auf das Barfußgehen in vielerlei Hinsicht ein. Früher war es üblich, barfuß zu gehen, heute oft nur noch im Urlaub am Strand. Auch aus der Bibel zitierte sie Stellen, wo Gott die Menschen aufforderte, barfuß zu gehen. Oder die Moslem, die vor ihren Versammlungs-räumen generell die Schuhe ausziehen. Sie verwies weiter auf einen Punkt an der Informationstafel zum Barfußweg: dort steht, „Schritte langsam und bewusst setzen“. Frau Römischer sagt dazu, Kontakt mit dem Untergrund herstellen, im Jetzt sein, das ist für sie gelebte Meditation.
Daraufhin folgte die Weihe des Barfußweges. Pfarrer Eisend bat Gott um seinen Segen für alle Menschen, die hierher kommen, der Barfußweg soll zum Segen für viele werden, alle sollen von Verletzungen verschont bleiben und man möge hier Gemeinschaft und Freundschaft finden. Er sprengte den Weg mit Weihwasser, danach folgten Fürbitten, das Vater unser und der Schlußsegen, bevor er das Schlußlied anstimmte: „Großer Gott wir loben Dich“.
Maria Weber erinnerte dann noch mal an die 5 Kneipp-Elemente und bat Horst Schmidt um seine Erläuterungen zum Element „Wasser“, was dieser in gekonnter Manier darbot. Anschaulich erzählte er von seinen täglichen Wasseranwendungen zuhause, er erklärte das richtige Armbad und das Wassertreten im Storchengang.
Dann war es endlich soweit, die ersten Gäste wagten sich auf den Barfußweg. Voran die 1. Vorsitzende Maria Weber mit der Regionalvorsitzenden Elfriede Eusemann, gefolgt von Bürgermeister a. D. Georg Brandmüller und dem neuen
2. Bgm. Karlheinz Lang. Auch viele Kinder mit ihren Eltern probierten den Barfußweg aus. Dabei war zu hören, dass die Holz-Hackschnitzel etwas stechen und weh tun, aber bei langsamer Gangart ist es gut.
Unter Sonnenschirmen tauschte man sich danach in gemütlichen Runden aus und ließ sich diverse Getränke, verschiedene Brotaufstriche sowie Kaffee und Kuchen schmecken.
Text und Fotos: Reinhold Hopf, Schriftführer.
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Kneipp-Verein Schnaittach e. V.